Aktuelles

Launch des ERGaR Scheme für grenzüberschreitenden Handel von erneuerbaren Gasen wird Erreichung von Klimazielen unterstützen

Brüssel, Juni 2021 – Das europäische Kooperations-Austauschsystem „ERGaR Certificate of Origin Scheme“ hat den Betrieb aufgenommen und den ersten grenzüberschreitenden Eigentumsübergang von Biomethannachweisen realisiert.

Der Vorstand des European Renewable Gas Registry (ERGaR) zeigt sich erfreut, den Start des europäischen Kooperations-Austauschsystems „ERGaR Certificate of Origin (CoO) Scheme“ bekanntgeben zu können.

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 in der auch die österreichische Bilanzgruppenkoordinatorin AGCS Partner ist, hat sich ERGaR dem Aufbau eines effizienten, vertrauenswürdigen und professionellen Dokumentationssystems (European Scheme) verschrieben, das den grenzüberschreitenden Eigentumsübergang und den Handel von erneuerbaren Gasen entlang des europäischen Gasnetzes ermöglicht und gleichzeitig Doppelvermarktung verhindert. Das ERGaR CoO Scheme vereinfacht den Transfer von Biomethannachweisen (CoO) zwischen den teilnehmenden nationalen Registern. Die Ausstellung von CoO folgt den Vorgaben von Artikel 19 der EU-Richtlinie 2018/2001 (RED II) für die Ausstellung von Herkunftsnachweisen für erneuerbare Gase. Das flexibel erweiterbare Scheme ist zukünftig auch für Wasserstoff, kohlenwasserstoffhaltige Gase und Biomethan sowie andere erneuerbare Gase (RFNBOS, RCFs) konzipiert.

Zwei Systemteilnehmer - Vertogas (NL) und Green Gas Certification Scheme (UK) - haben den ersten internationalen Transfer abgewickelt und Biomethannachweise von den Niederlanden nach Großbritannien übertragen. STX Commodities initiierte den Transfer und war als Händler in beiden Registern beteiligt. Matthias Edel, ERGaR-Generalsekretär: „Nach der erfolgreichen Anknüpfung der Biomethanregister von AGCS (AT), dena (DE), Energinet (DK) und GRdF (FR) wird das ERGaR CoO Scheme etwa 90% der europäischen Biomethan Produktionsmenge repräsentieren.“

Mit ihrer 20-jähriger Erfahrung als österreichische Bilanzgruppenkoordinatorin und der Anknüpfung des Biomethan Register Austria an das ERGaR Certificate of Origin Scheme im Sommer 2021, bleibt AGCS nicht nur eine verlässliche und neutrale Abwicklungsstelle des österreichischen Gasmarktes, sondern engagiert sich weiterhin proaktiv im Bereich Greening the Gas.

Bei der Einführung des ERGaR CoO Scheme erklärte Jeppe Bjerg, ERGaR-Präsident, dass „der europäische Energiesektor derzeit einen tiefgreifenden Wandel durchläuft, um das Ziel der Europäischen Union zu unterstützen, bis 2050 klimaneutral zu sein. Das ERGaR CoO Scheme werden eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der europäischen Länder beim Erreichung ihrer Klimaziele spielen.“

Über ERGaR:    
Das European Renewable Gas Registry (ERGaR) - eine internationale Non-Profit-Organisation (aisbl) - wurde im September 2016 nach belgischem Recht als Kooperation zwischen europäischen Registern für erneuerbare Gase gegründet, um den grenzüberschreitenden Transfer von erneuerbaren Gasen zu ermöglichen.

Pressemitteilung:
Deutsch:
https://www.biomethanregister.at/de/aktuelles
PDF

Englisch:
http://www.ergar.org/2021/07/ergar-launched-certificate-origin-scheme/#more-1386
PDF

ERGaR aisbl European Renewable Gas Registry
Avenue de Cortenbergh 100
1000 Brussels, Belgien
Web: www.ergar.org  
LinkedIn: www.linkedin.com/company/ergar/

Über AGCS:
AGCS Gas Clearing and Settlement AG ist Bilanzgruppenkoordinatorin für den österreichischen Gasmarkt. Das Ökostromgesetz 2012 beauftragt die Bilanzgruppenkoordinatorin aufgrund ihrer Tätigkeit zur Dokumentation aller Ein- und Ausspeisemessdaten dazu, schriftliche Nachweise für Biomethaneinspeisungen auszustellen. Mit dem Betrieb des Biomethan Register Austria seit 2012 kommt AGCS dieser Aufgabenstellung des ÖSG 2012 nach. Darüber hinaus wird durch das neu beschlossene Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) im Juli 2021 eine Aufforderung zur Zusammenarbeit aller drei oben genannter Register auf nationaler Basis eingefordert.

AGCS Gas Clearing and Settlement AG
Alserbachstraße 14-16
1090 Wien, Österreich
Web: www.biomethanregister.at
LinkedIn: https://at.linkedin.com/company/agcs-biomethane-registry-austria

Neue Newsletter des von der EU-Kommission geförderten F&E-Projektes REGATRACE

REGATRACE entwickelt ein effizientes System zur Ausstellung und zum Austausch von Biomethan/Erneuerbaren-Gas Nachweisen.

Das Projektkonsortium hat im Juni 2021 den 4. Projekt-Newsletter mit Neuigkeiten aus der Biomethan-Welt, Projekt-Neuigkeiten sowie Neuigkeiten aus den REGATRACE Ländern publiziert.

Projekt-Neuigkeiten

  • Launch des REGATRACE Network
  • AGCS hat provisorisches IT-System für die Inbetriebnahme von Registern in REGATRACE-Zielländer geliefert
  • Bericht veröffentlicht zum technischen und betrieblichen Vergleich von Herkunftsnachweissystemen für erneuerbaren Strom und erneuerbare Gase

Alle Projektneuigkeiten finden Sie hier:

 

Anpassungen der Marktregeln und Systemerweiterungen des AGCS Biomethan Register Austria mit 01.06.2021

Die Änderungen der Marktregeln (AGB-Biomethan und der Funktionsbeschreibung) werden durchgeführt, um den aktuellen rechtlichen, organisatorischen und technischen Ansprüchen des Biomethansektors gerecht zu werden. Gleichzeitig werden die Systemfunktionen des Biomethan Register Austria erweitert sowie administrative Anpassungen vorgenommen.

Die Marktregeln umfassen

  • die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Biomethan Register Austria (AGB-Biomethan),
  • die Funktionsbeschreibungen des Biomethan Register Austria (Anlage 1 der AGB-Biomethan), und
  • die Gebührenordnung des Biomethan Register Austria (Anlage 2 der AGB-Biomethan).

Die aktualisierten rechtlichen, organisatorischen und technischen Anforderungen bedingen eine Erweiterung der Attribute von Stammdaten und Biomethannachweisen, wodurch die Abbildung von Nachhaltigkeitskriterien wie THG-Mindesteinsparungen und Massenbilanzierung verbessert wird. Das AGCS Biomethan Register Austria wird somit auch einem europaweit harmonisierten Attribute-Katalog nach aktuellem Standard entsprechen.

Außerdem werden zusätzliche Funktionen zur Verfügung gestellt, welche den Datenübertrag auf Basis entsprechender Schnittstellen und Kooperationen an zuständige Stellen ermöglichen. Abwicklungsprozesse zum internationalen Eigentumsübergang von Biomethannachweisen werden den harmonisierten Marktregeln (Scheme Rules) eines europäischen Kooperations-Austauschsystems (European Scheme) angepasst, wodurch AGCS die Anbindung des Biomethan Register Austria von/an ausländische/n Registerstellen gelingt. Das AGCS Biomethan Register Austria wird seinen MarktteilnehmerInnen dadurch erweiterten Marktzugang zu teilnehmenden Ländern/Registern bieten.

Als Service für MarktteilnehmerInnen wird ein Webinar zur Einführung abgehalten, um die Anpassungen der Marktregeln zu präsentieren sowie die erweiterten Systemfunktionen zu demonstrieren. Um Informationen zum Webinar zu erhalten, kontaktieren Sie bitte das Team des Biomethan Register Austria.

 

Zertifizierung von erneuerbarem Wasserstoff

Wie lässt sich beweisen, dass Wasserstoff – einer der Hoffnungsträger zur Bereitstellung grüner Energie – tatsächlich erneuerbar und nachhaltig ist? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich das H2020 EU-Projekt REGATRACE (Renewable Gas Trade Center Europe).

In einem kürzlich veröffentlichten Projektbericht wurden die Anforderungen und Rahmenbedingungen zur Zertifizierung von erneuerbarem Wasserstoff beleuchtet. Dazu wurden die Voraussetzungen für einen Leitfaden zur Verifizierung des erneuerbaren Strombezugs bei der Produktion von grünem Wasserstoff erarbeitet, um Artikel 27 der Richtlinie (EU) 2018/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen (RED II) zu entsprechen. Frühere Projektergebnisse über die Auslegung des erneuerbaren Strombezugs laut Artikel 27 RED II von dem Beratungsunternehmen Guidehouse und der Wasserstoff Plattform Global Alliance Powerfuels (GAP) dienten dabei als Grundlage.
Durch sogenannte delegierte Rechtsakte kann die EU-Kommission spezifische Maßnahmen festlegen, um nicht wesentliche Elemente von EU-Rechtsakten zu ergänzen. Ein solcher rechtsverbindlicher delegierter Rechtsakt zu Artikel 27 RED II ist ausständig und soll bis spätestens Jahresende Klarheit über diese Anforderungen schaffen.

Der REGATRACE Projektbericht erläutert unter anderem folgende Aspekte für die Zertifizierung von erneuerbarem Wasserstoff:
Die Zusätzlichkeit der Stromherkunft („additionality“) bezeichnet den Einsatz von Strom zur Wasserstoffproduktion, welcher über den bestehenden Strommarkt hinausgehend produziert wurde. Diese Zusätzlichkeit soll u.a. durch Abwesenheit von Fördermitteln verifiziert und anhand einer Selbsterklärung, welche von den jeweiligen Förderstellen verifiziert werden könnte, nachgewiesen werden. In Deutschland kann diesbezüglich auf das EEG-Stammdatenregister zurückgegriffen werden, in Österreich u.a. auf das Anlagenregister gemäß Ökostromgesetz. Zum Nachweis der geographischen Korrelation könnte verlangt werden, dass sich die Standorte der Stromanlage und des Elektrolyseurs in der gleichen Bieterzone befinden. Die zeitliche Korrelation, die zeitliche Differenz zwischen Strom- und Wasserstoffproduktionszeitpunkt, soll durch Abgleich beider Produktionszeiträume nachgewiesen werden. Es wird empfohlen, dass die zeitliche Korrelation zukünftig engmaschiger zu erfassen ist.

Der Projektbericht ist auf der REGATRACE Website frei zugänglich: https://www.regatrace.eu/wp-content/uploads/2021/02/REGATRACE-D4.1.pdf
In weiterer Folge wird das REGATRACE Projektkonsortium ein harmonisiertes Regelwerk für die Nachweisführung von Energieträgerumwandlungen erarbeiten.

AutorInnen:
Katharina Sailer, dena Deutsche Energie-Agentur GmbH
Milenko Matosic, dena Deutsche Energie-Agentur GmbH
Stefanie Königsberger, AGCS Gas Clearing and Settlement AG

Über REGATRACE: Renewable GAs TRAde Centre in Europe ist ein Projekt, welches von der Europäischen Kommission unter Horizon 2020 finanziert wird. Projektziel ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen, europaweiten Nachweissystems für erneuerbare Gase. Außerdem berät REGATRACE Zielländer in der Etablierung ihrer nationalen Grüngas-Märkte und unterstütz sie bei der Etablierung nationaler erneuerbarer Gas Register.  

Über dena: Die Deutsche Energie-Agentur (dena) ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme. Als „Agentur für angewandte Energiewende und Klimaschutz“ tragen wir zum Erreichen der energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung bei. Die dena betreibt außerdem das dena Biogasregister zur Nachweisführung von Biomethan, synthetischem Methan und Wasserstoff.

Über AGCS: AGCS Gas Clearing and Settlement AG ist der Bilanzgruppenkoordinator für den österreichischen Gasmarkt. Das Ökostromgesetz 2012 beauftragt den Bilanzgruppenkoordinator aufgrund seiner Tätigkeit zur Dokumentation aller Ein- und Ausspeisemessdaten dazu, schriftliche Nachweise für Biomethaneinspeisungen auszustellen. Mit dem Betrieb des Biomethan Register Austria seit 2012 kommt AGCS dieser Aufgabenstellung des ÖSG 2012 nach.

 

EU-Methanstrategie: Anerkennung des Beitrags von Biogas zur Reduktion von Methanemissionen

Im Rahmen des Green Deals hat die EU-Kommission durch eine Mittteilung (Communication by the European Commission) im Oktober 2020 ihre Methanstrategie vorgestellt. Methan ist als zweitstärktes Treibhausgas nach Kohlendioxid ein erheblicher Beschleuniger der Klimakrise. Die Bekämpfung von Methanemissionen ist daher entscheidend, um das EU-Klimaziel für 2030 und das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Die Mitteilung enthält Vorschläge für Maßnahmen zu Methanemissionseinsparungen in den Bereichen Energie, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft – umfasst also jene Bereiche, auf die 95% der anthropogenen Methanemissionen zurückzuführen sind.

Der Biogas-/Biomethansektor kann bei der Bekämpfung der Methanemissionen eine wesentliche Rolle einnehmen. Die derzeit unternommenen Anstrengungen und die zukünftigen Potentiale wurden nun auch von der EU-Kommission in der kürzlich publizierten EU-Methanstrategie anerkannt. So wird in der Mitteilung beispielsweise der Einsatz von nicht verwertbaren und nicht wiederverwertbaren menschlichen und landwirtschaftlichen Abfällen und Reststoffen zur Biogasproduktion als wichtige Möglichkeit der Reduktion von Methanemissionen hervorgehoben. Der jährliche Verbrauch von Biogas und Biomethan in der EU wird dadurch voraussichtlich von 198 TWh im Jahr 2017 auf zwischen 628 TWh und 837 TWh bis 2050 ansteigen.

Kürzlich fand eine Veranstaltung der European Biogas Association (EBA) statt, die sich der Rolle der Biogasindustrie bei dem Erreichen der Ziele der Methanstrategie widmete. Durchgeführt wurde die Online-Veranstaltung im Rahmen des Forschungsprojekts EvEmBi (Evaluation and reduction of methane emissions from different European biogas plant concepts, Bewertung und Reduzierung der Methanemissionen aus verschiedenen europäischen Biogasanlagenkonzepten). Das Projekt EvEmBi zielt darauf ab, unterschiedliche Biogasanlagenkonzepte in der EU in Bezug auf ihre Methanemissionsfaktoren zu bewerten.

Der zuständige Vertreter der EU-Kommission, Herr Malcolm McDowel, gab bei der Online-Diskussion spannende Einblicke in die zukünftige EU-Methanpolitik: So hielt er unter anderem fest, dass die Methanemissionen von Biogasanlagen keine signifikante Emissionsquelle im Energiesektor darstellen. Er betonte den Wert der Forschungsergebnisse aus Messkampagnen an sich im Betrieb befindlichen Anlagen, welche wichtige Grundlage zur Überarbeitung von gesetzlich festzulegenden Standard- und Referenzwerten bieten könnten. Er hielt außerdem fest, dass eine potentielle Überarbeitung der Erneuerbaren-Energie-Richtlinie (RED II) die Möglichkeit bieten sollte, Daten aus realen Messkampagnen, anstatt kategorische Referenzwerte, anzugeben. Jedenfalls seien Anreize dafür zu schaffen, dass Methanemissionen von Biogasanlagen die Unterschreitung von gesetzlich vorgeschriebenen Referenzwerten erreichen.

Das EvEmBi Projekt kommt mit März 2021 zum Abschluss und wird umfangreiche Ergebnisse aus realen Messkampagnen an zahlreichen Anlagen sowie die Skizzierung eines Freiwilligensystems zur regelmäßigen Anlagenprüfung in den teilnehmenden Ländern liefern.


Autorinnen:

Mag. Katharina Gruber, Kompost & Biogas Verband Österreich
Stefanie Königsberger, MSc, AGCS Gas Clearing and Settlement AG

Über EvEmBi: Das Projekt EvEmBi, welches durch ERA-NET gefördert wird, vergleicht unterschiedliche Biogasanlagenkonzepte in Bezug auf ihre Methanemissionsfaktoren mithilfe einer zuvor entwickelten Leitlinie zur Durchführung von Emissionsmessungen. Im Anschluss werden Emissionsminderungsstrategien für die jeweiligen Biogasanlagen erarbeitet, umgesetzt und überprüft. Darüber hinaus werden Freiwilligensysteme zur Emissionskontrolle des Biogassektors in Europa entwickelt. Österreichische Mitglieder des Projektkonsortiums sind das Institut für Abfallwirtschaft der BOKU, BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH, AAT Abwasser- und Abfalltechnik GmbH sowie der Kompost & Biogas Verband Österreich. Hier der Link zum Projekt.

Über den KBVÖ: Der Kompost & Biogas Verband Österreich vertritt die Interessen der österreichischen Biogasbranche inkl. der zugehörigen Umwelttechnikunternehmen. Der KBVÖ steht für die organische Kreislaufwirtschaft, die technologisch möglich, ökologisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Über AGCS: AGCS Gas Clearing and Settlement AG ist der Bilanzgruppenkoordinator für den österreichischen Gasmarkt. Das Ökostromgesetz 2012 beauftragt den Bilanzgruppenkoordinator aufgrund seiner Tätigkeit zur Dokumentation aller Ein- und Ausspeisemessdaten dazu, schriftliche Nachweise für Biomethaneinspeisungen auszustellen. Mit dem Betrieb des Biomethan Register Austria seit 2012 kommt AGCS dieser Aufgabenstellung des ÖSG 2012 nach.

 

Neue Newsletter des von der EU-Kommission geförderten F&E-Projektes REGATRACE

Biomethan als flexibler und verlässlicher Energieträger wird durch das REGATRACE-Projekt in Europa in den Fokus gerückt. Da Biomethan chemisch und physikalisch die gleichen Eigenschaften wie Erdgas aufweist, wird die europäische Gasinfrastruktur als Logistiksystem herangezogen.
Die Entwicklung eines effizienten Austauschsystems von Biomethannachweisen, stellt das zentrale Projektziel dar, welche Investitionen für die Produktion erneuerbarer Gase ermöglicht, um den gesamten europäischen Markt beliefern zu können.

Projekt-Neuigkeiten

Abschluss der REGATRACE-Studie D2.4
IT-Systemoptionen für harmonisierte europäische grenzüberschreitende Eigentumsübergänge von erneuerbarem Gas

 
Das REGATRACE-Projektkonsortium hat sechs verschiedene IT-Systemoptionen für harmonisierte grenzüberschreitende europäische Eigentumsübergänge von erneuerbaren Gaszertifikaten abgeschlossen.

Fertigstellung des REGATRACE Berichts (D2.5)
Richtlinien für den Ausschreibungsprozess von IT-Dienstleistungen

 
Das REGATRACE-Projektkonsortium hat, unter der Leitung von AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Richtlinien für Ausschreibungsverfahren zum Erwerb spezifischer IT-Dienstleistungen für eine Handelsplattform für erneuerbare Gase fertiggestellt.

Das Projektkonsortium hat im November 2020 den 3. Projekt-Newsletter mit Neuigkeiten aus der Biomethan-Welt, Projekt-Neuigkeiten sowie Neuigkeiten aus den REGATRACE Ländern publiziert. Den gesamten Newsletter finden Sie hier:

 

biogas20: Online-Kongress der Biogasbranche zu Biomethan und Zukunftsmärkten

Biogas20, der alljährliche Fachkongress rund ums Thema Biogas findet am 10. und 11. Dezember im Online-Format statt. Im Rahmen von klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des BMK, werden aktuelle und zukünftige Chancen und Herausforderungen für die Branche beleuchtet.

Im Fokus des diesjährigen Branchentreffs stehen folgende Themen:

  • Die zukünftige Energie- und Rohstoffwelt
  • Biogas und Biomethan zur Bereitstellung von Strom, Wärme und Kraftstoff
  • Greening the Gas grid
  • Forschungs- und Weiterentwicklungsnotwendigkeiten im Biogassektor

Der Online-Kongress wird von Bundesministerin Leonore Gewessler, Biogas-Obmann Norbert Hummel, dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer Österreich Josef Moosbrugger und Gerhard Löffler als Vertreters des Landes Salzburg eröffnet.

Daran anschließend widmen sich vier Vorträge dem Thema Biomethan, wobei sowohl der Blick über nationale Grenzen gewagt als auch ein innovatives Projekt präsentiert werden wird. Auch das AGCS Biomethan Register Austria wird mit einem Vortrag zu den "Herausforderungen am Weg zum europäischen Biomethannachweis" vertreten sein.

Im Anschluss werden Zukunftsmärkte für Biogasanlagen diskutiert und die Vielfältigkeit der Biogastechnologie aufgezeigt. Das Abschlussplenum des ersten Tages beschäftigt sich sowohl mit Finanzierungsmöglichkeiten von Biogas- und Biomethananlagen als auch mit dem lange erwarteten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG).
Am zweiten Tag dreht sich der erste Vortragsblock um Effizienzsteigerungen bei Biogasanlagen, der Nachmittag widmet sich der Emissionsminderung von Biomethan sowie dem Einsatz biologischer Flockungsmittel.

Das umfangreiche und breitgefächerte Programm bietet Anknüpfungspunkte für Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen. Durch den Rückgriff auf benutzerfreundliche Online-Tools sind auch Frage- und Diskussionsmöglichkeiten gewährleistet.

Der Kongress findet mit Unterstützung durch klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), dem Land Salzburg, der Landwirtschaftskammer und der European Biogas Association (EBA) statt.

Nähere Infos und das Programm finden Sie hier.

Zur Anmeldung geht es hier.

Lokalaugenschein bei der Biomethananlage Margarethen am Moos gemeinsam mit Klimaschutzministerin Frau Leonore Gewessler!

Die Biogastechnologie ist ein Multitalent! Davon konnte sich Frau Bundesministerin Leonore Gewessler bei einem Besuch der Biomethananlage EVM -Energieversorgung Margarethen am Moos GmbH am 23. Oktober 2020 selbst überzeugen. Die Anlage stellt ein Vorzeigemodell für die Biomethanproduktion in Österreich dar:

  • erneuerbarer Strom ins Stromnetz
  • Biomethan (erneuerbarem Gas) ins Gasnetz
  • erneuerbare Wärme (aus Stromerzeugnung) ins lokale Wärmenetz
  • Biomethan als Kraftstoff an eigener Tankstelle
  • Biodünger: biologische Kreislaufwirtschaft für Landwirte
  • CO2 für nahe gelegene Gewächshäuser

Nicht nur Produktion und Aufbereitung, auch Zertifizierung und Vermarktung dieser wertvollen Produkte sind aufwendig. Umso wichtiger ist es, den österreichischen Biomethanmarkt durch transparente und einfache Nachweissysteme zu stärken. Das AGCS Biomethan Register Austria ist ein Facilitator für österreichische Marktteilnehmer und bietet seit 2012 verlässliche und sichere Abwicklung der Eigentumsübergänge von Biomethanmengen, welche entlang des österreichischen Gasnetzes transferiert werden.

 

Neue Newsletter des von der EU-Kommission geförderten F&E-Projektes REGATRACE

Biomethan als flexibler und verlässlicher Energieträger wird durch das REGATRACE-Projekt in Europa in den Fokus gerückt. Da Biomethan chemisch und physikalisch die gleichen Eigenschaften wie Erdgas aufweist, wird die europäische Gasinfrastruktur als Logistiksystem herangezogen.

Die Entwicklung eines effizienten Austauschsystems von Biomethannachweisen, stellt das zentrale Projektziel dar, welche Investitionen für die Produktion erneuerbarer Gase ermöglicht, um den gesamten europäischen Markt beliefern zu können.

Das Projektkonsortium hat im Juli den 2. Projekt-Newsletter mit Neuigkeiten aus der Biomethan-Welt, Projekt-Neuigkeiten sowie Neuigkeiten aus den REGATRACE Ländern publiziert. Den gesamten Newsletter finden Sie hier:

Sektorkopplung in Österreich: Potentiale und Initiativen

Um bis 2040 Klimaneutralität in Österreich zu erreichen, wie von der Bundesregierung geplant, muss das Energiesystem durch drastische Verringerungen der Treibhausgasemissionen einen wichtigen Beitrag leisten. Dazu muss das Potential an erneuerbaren und nachhaltigen Ressourcen in Österreich gehoben sowie die vorhandene Infrastruktur (Energienetze und -speicher) durch Sektorkopplung verknüpft werden. 

Sektorkopplung bedeutet intelligente Branchenintegration durch das Kombinieren und Verknüpfen von Technologien, Energieträgern und Infrastrukturen mit den Zielen die Versorgungssicherheit, Flexibilität und Kosteneffizienz stabil gewährleisten zu können. In einer Presseaussendung vom 03.06.2020, haben die österreichischen Energieverbände ein gemeinsam erarbeitetes Positionspapier mit Rahmenbedingungen zur Sektorkopplung veröffentlicht. Oesterreichs Energie und Fachverband Gas Wärme bezeichnen die Sektorkopplung von Strom, Gas und Wärme als eine einmalige Chance. 

Um die Klima- und Energieziele umzusetzen sowie die vorhandenen Potentiale zu heben, gibt es in Österreich mehrere Pilot- und Leuchtturmprojekte, in denen Forschung, Energiebranche und Industrie sich zusammenschließen, um die Energiezukunft von morgen zu erarbeiten. 

Im Project carbonATE, gefördert durch den Klima- und Energiefonds und das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt Energie Mobilität, Innovation und Technologie (BMK, vormals BMvit), erarbeiten Forscher unter der Leitung der Universität für Bodenkultur gemeinsam mit best Research, AAT Abwasser- und Abfalltechnik GmbH und EVM Energie Versorgung Margarethen am Moos die Weiterentwicklung eines Konzeptes zur Biomethanisierung, um Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff zu verwerten. Verunreinigungen an O2 und N2 lässt das Potential an Gasen stark reduzieren. Aufreinigungstechnologien zur Gewinnung von anoxischem CO2 sind teuer und energieintensiv. Das Forschungsprojekt zielt auf einen enzymatischen Ansatz zur Abscheidung von CO2 ab und bietet somit eine Möglichkeit, CO2 günstig und energiearm aus verschiedenen Gasen wie Verbrennungsgasen zu gewinnen. Diese Technologie bietet somit ein großes Potential für die Methanisierung an Gasen an.

Das EU-Projekt „H2Future“ wird durch „Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking“ der EU-Kommission gefördert. In diesem Projekt setzen sich die Unternehmen Verbund, Voestalpine, APG, Siemens, K1MET, TNO mit der Produktion von Wasserstoff aus grünem Strom durch eine Wasserstoffelektrolyseanlage direkt vor Ort der Stahlproduktionsanlage Voestalpine in Linz auseinander. Diese ermöglicht es einerseits das Stromnetz bei Fluktuationen durch die schwankende Produktion von erneuerbarem Strom zu stabilisieren. Andererseits wird Wasserstoff bereitgestellt, welcher vorerst für Forschungszwecke, später zum Einsatz im Produktionsbetrieb kommt. Die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff in den verschiedenen Prozessstufen der Stahlherstellung, vor allem aber den Ersatz von fossilem Gas, Koks und Kohle durch Wasserstoff bei der Herstellung von Stahl werden erforscht.

Das Forschungs- und Leuchtturmprojekt „Underground Sun Storage“, gefördert im Rahmen des Energieforschungsprogramms des österreichischen Klima- und Energiefonds, setzt auf die Produktion und Speicherung erneuerbarer Gase im Rahmen eines in-situ Feldversuchs in einer Erdgaslagerstätte. Österreich kann aufgrund seiner guten geologischen Voraussetzungen einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit Europas durch Energiespeicher in Form von Erdgaslagerstätten leisten. In einer mit grünem Strom betriebenen Power-to-Gas-Anlage wird Wasserstoff erzeugt, welcher danach mit Kohlenstoffdioxid in eine vorhandene (Poren )Erdgaslagerstätte in mehr als 1.000 Metern Tiefe eingebracht wird, wo diese mikrobiologisch zu „erneuerbarem“ Methan umgewandelt werden. Das erneuerbare Gas wird anschließend direkt in dieser Erdgaslagerstätte gespeichert und kann bei Bedarf über das Gasnetz zum Verbraucher transportiert werden. In diesem österreichischen Forschungsprojekt arbeiten RAG Austria AG, Montanuniversiät Leoben, Universität für Bodenkultur Wien, ACIB Austrian Center for Industrial Biotechnology, Johannes Keppler Universität Linz und axiom Angewandte Prozesstechnik Ges.m.b.H zusammen.

Quellen:

 

Neue Regierung: Erwartung auf neue gesetzliche Rahmenbedingungen für erneuerbare Energieträger in Österreich

Die neue österreichische Bundesregierung, welche sich aus ÖVP und den Grünen zusammensetzt, startete ihre Tätigkeit Anfang des Jahres 2020. Das Regierungsabkommen listet „Die Bekämpfung des Klimawandels und die Einhaltung der Klimaziele von Paris“ als zweites von acht Hauptzielen der kommenden Regierungsarbeit.

Die österreichische Bundesregierung bekennt sich somit klar zum Klimaschutz in dem „aus Verantwortung für Österreich“ betitelten Regierungsprogramm. Es wird betont, dass Umweltschutz und ein starker Wirtschaftsstandort keinen Widerspruch darstellen muss, sondern viele Möglichkeiten eröffnet, wie z.B.: für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Investition in Nachhaltigkeitsprojekte.

Klimaneutralität solle daher bis zum Jahr 2040 in Österreich erreicht werden, mit dem spezifischen Ziel, dass die nationale Stromversorgung bis 2030 bilanziell zu 100% mit Ökostrom abgedeckt sein werde. Zur Erfüllung dieser Pläne, wird ein Zubau von rund 27 TWh erneuerbarem Strom benötigt.

Die Steigerung der Erzeugungskapazität bei Photovoltaik um 11 TWh und bei Wind um 10 TW sind im aktuellen Regierungsprogramm verankert, wobei weitere 5 TWh aus Wasserkraft und 1 TWh von Biomasse hinzukommen sollen. Ebenso müssen starke Emissionseinsparungen von Treibhausgasen im Strom-, Gas- und Wärme/Kältesektor erreicht werden, weshalb bis 2030 etwa 5 TWh an erneuerbaren Gasen in das Gasnetz sowie erneuerbare Wärme in die Fernwärmenetze eingespeist werden sollen.

Es gibt jedoch derzeit noch keine direkten finanziellen Anreize für Erzeugung, Einspeisung und/oder Verbrauch erneuerbarer Gase. Durch das Ökostromgesetz (ÖSG) wird ein Einspeisetarif für erneuerbaren Strom aus Biogas bereitgestellt. Das ÖSG wurde 2012 implementiert und seither mehrmals adaptiert. Die letzte Überarbeitung fand im September 2019 statt, als eine Verlängerung der aktuellen Einspeisetarife für solange verlängert wurden, bis das Erneuerbare Ausbau Gesetz (EAG) implementiert werden soll. Dem EAG wird daher große Bedeutung beigemessen, damit Österreich seine Klima- und Energieziele für 2030 erreichen kann. Es wurden zwar bisher keine genauen Details zum EAG veröffentlicht, allerdings werden finanzielle Anreize für Biomethan im Zuge der greening-the-gas-Strategie angeführt und es könnte eine Gesetzesvorlage im Frühsommer veröffentlicht werden. Der Biomethan- und der gesamte (erneuerbare) Energiesektor hoffen daher auf stabile Richtlinien und verlässliche Rahmenbedingungen, um die existierenden Potentiale zu realisieren und die Regierungsvorgaben bis 2030 zu erfüllen.

 

Erfolgreiche Zertifizierung nach ISO 27001

Die Absicherung sensibler Informationen und wichtiger Geschäftsprozesse ist ein kritischer Erfolgsfaktor für viele Unternehmen. Besonders Betreiber kritischer Energieinfrastrukturen stehen vermehrt unter dem Druck in Informationssicherheit zu investieren und eine Zertifizierung nach der ISO 27001 durchzuführen. Für Dienstleister im Bereich der Energieversorgung könnte eine ISMS Zertifizierung bald zu einem Muss werden.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führte AGCS erstmalig eine 27001 Zertifizierung durch.
„Ein hohes Informations-Sicherheitsniveau basiert jedoch nicht allein auf der Umsetzung technischer Maßnahmen. Die Awareness der Mitarbeiter, die Dokumentationen, erst diese Grundlagen und das Ineinandergreifen von technischen und organisatorischen Maßnahmen schaffen ein robustes Daten-Sicherheitsniveau.", erläutert AGCS Vorstand Franz Keuschnig.

Lesen Sie mehr: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200629_OTS0112/erfolgreiche-zertifizierung-nach-iso-27001

 

Mitteleuropäische Biomasse Konferenz – Graz als Treffpunkt der Biomassebranche

Von 22.-24.01.2020 fand in Graz die 6. Mitteleuropäische Biomasse Konferenz statt. Frau Ministerin Elisabeth Köstinger, ÖVP, BMNT (Ressorts: Landwirtschaft, Regionen), eröffnete die Konferenz und betonte die essentielle Rolle von Gas zur Flexibilisierung des österreichischen Energiesystems und wies dabei auf die Rolle von erneuerbaren Gasen, speziell von Biogasanlagen hin. Frau Ministerin Leonore Gewessler, Grüne, BMvit (Ressorts: Umwelt, Infrastruktur, Klima, Mobilität) konnte auch für eine Keynote Rede gewonnen werden, in welcher sie auf die Weiterentwicklung des erneuerbaren Gase Sektors als wichtige Säule der geplanten Regierungsarbeit hinwies.

In über 35 Themenblöcken wurde die Zukunft des Biomassesektors diskutiert, wobei dem Thema „100% erneuerbares Erdgas“ eine besondere Rolle im Programm zugeschrieben wurde.

Auch seitens der Gasbranche wurde betont, dass Gas aufgrund seiner Energiedichte und Speicherbarkeit der Energieträger der Zukunft sein wird, jedoch eine Transformation der Herstellung hinzu erneuerbaren Quellen kommen muss und wird.

AGCS Biomethan Register Austria war mit einem Vortrag unter dem Titel „Registersystem zur Administration von Bewegungen erneuerbarer Gase“ vertreten. Die jetzigen und zukünftigen Aufgaben von Biomethannachweisen zeigen auf, dass deren Ausgestaltung sowohl vielseitig und flexibel ausfallen muss, um den entsprechenden gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sowie europaweit harmonisiert werden müssen, um den Marktteilnehmern Zugang zu einem internationalen Biomthanmarkt zu ermöglichen.

 

European Green Deal

Präsidentin der europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat am 11.12.2019 den „European Green Deal“ veröffentlicht, welcher als Richtlinienplan der europäischen Kommission für die nächsten Jahre gelten soll und die Europäische Union in eine Vorreiterrolle bringen soll, um EU-weit eine klimaneutrale Wirtschaft bis 2050 zu erreichen.

Das Europäische Erneuerbare-Gase Register ERGaR (European Renewable Gas Registry) hat diesbezüglich eine Stellungnahme abgegeben, in welcher die Vorteile und Eigenschaften von Biomethan hervorgehoben werden; Bsp durch Verwertung von organischen Abfällen und Reststoffen aus Gemeinden, Landwirtschaft und Industrie sowie durch den Einsatz von Biomethan in derzeitigen Heizsystemen und für den Transportsektor, speziell im Schwer- und Seeverkehr.

Die gesamte Pressemitteilung zur Stellungnahme ist hier einzusehen: Link
Kommunikation der Europäischen Kommission zum „European Green Deal“: Link

 

Teilnahme des Biomethan Registers an der Tagung Biogas 19

Am 3.12.2019 fand in St. Pölten die Biogas 19, die jährliche Tagung des Kompost und Biogas Verbandes statt. Hochkarätige Vortragende aus Forschung, Industrie und Politik waren sich darüber einig, dass die Biogastechnologie einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der notwendigen Emissionsminderungen an Treibhausgasen beitragen wird, sowie die Nährstoffrückführung durch die Biogastechnologie ein Paradebeispiel der viel diskutierten Kreislaufwirtschaft darstellt.

Das AGCS Biomethan Register Austria war mit einem Stand an der Veranstaltung beteiligt und konnte Marktteilnehmer mit Hilfe der neuen Broschüre über nationale Kooperationen sowie internationale informieren.

Zum Rückblickfolder

REGATRACE Newsletter

REGATRACE hat es sich zum Ziel gesetzt, Biomethan zur europäischen Marktreife zu bringen. AGCS Gas Clearing and Settlement ist einer von 15 internationalen Partnern des REGATRACE Projektes.

Biomethan als flexibler und verlässlicher Energieträger wird durch das REGATRACE-Projekt in Europa in den Fokus gerückt. Da Biomethan chemisch und physikalisch die gleichen Eigenschaften wie Erdgas aufweist, wird die europäische Gasinfrastruktur als Logistiksystem herangezogen.

Der erste österreichische Newsletter im Rahmen des REGATRACE Projektes ist ab sofort verfügbar. Unter dem folgenden Link können Sie den Newsletter digital öffnen und die wichtigsten Informationen des Projektes, als auch die neuesten Informationen aus den beteiligten Partnerländern einsehen:

Link Englische Version des internationalen Newsletters: https://www.regatrace.eu/regatraces-first-newsletter-released/

Link: Nationaler Newsletter Österreich
 

 

AGCS Biomethan Register Austria im Biogas Channel

Bei der diesjährigen „European Biogas Conference“ wurde unser Projektmanager Andreas Wolf vom europäischen Biogas Channel interviewt und hat Zweck und Aufgaben des Biomethan Register Austria erklärt.
Dabei wurde die Wichtigkeit von transparenten und vertrauensvollen nationalen Biomethanregistern herausgestrichen, welche für die Dokumentation von erneuerbaren Gasen eine sehr wichtige Rolle spielen. Die Nachweise von erneuerbaren Gasmengen versehen mit Attributen wie Nachhaltigkeitskriterien der Ausgangsstoffe und Produktionsprozesse können sowie anderen spezifischen Eigenschaften spielen bei der Vermarktung eine sehr wichtige Rolle und werden durch den Biomethannachweis bestätigt.
Zur besseren Integration in den europäischen Energiemarkt sind diese mit anderen Mitgliedsländern und Registern abzustimmen. Dies ist die Kernaufgabe im Rahmen der AGCS Mitgliedschaft bei der Organisation „ERGaR – European Renewable Gas Registry“.
Link : https://www.biogaschannel.com/en/video/market-and-policy/29/biomethane-register-operational-austria-2012/1710/

 

Die Zukunft von Biomethan – zum Nachhören im Biogas Channel

Biomethan zur Einspeisung in das Gasnetz ist die Zukunftsperspektive zur Entschärfung des Klimawandels! Erfahren Sie mehr im Interview mit unserer Projektmanagerin Stefanie Königsberger.
Biomethan wird einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, nationale, europaweite und internationale Klimaziele zu erreichen. Die Biogas-/Biomethantechnologie kann zu signifikanten Emissionsminderungen an Treibhausgasen durch die Verarbeitung von kommunalen, landwirtschaftlichen und industriellen, organischen Abfällen und Reststoffen führen. Das produzierte Biomethan kann ohne technische Anpassungen an der Gasinfrastruktur in das Gasnetz eingespeist und darin transportiert werden und somit dem Heizungs- und Kältesektor und der Industrie zugeführt sowie im Transportsektor eingesetzt werden, wodurch fossile Brenn- und Treibstoffe ersetzt werden. Zusätzlich werden Nährstoffe aus organischen Abfällen zurückgewonnen und können landwirtschaftlichen Böden als organischer Dünger zugeführt werden. Statusinformationen zu Biomethan in verschiedenen europäischen Ländern werden im Interview genauer beleuchtet.
Link: https://www.biogaschannel.com/en/video/market/12/biogas-europe-what-outlook-development/1694/

 

AGCS als Plattform für Branchentreffen des Biomethansektors

AGCS Gas Clearing & Settlement AG lud am 04.09.2019 in das Palais Liechtenstein zum Workshop 'Erneuerbarer Gasmarkt: Status und Perspektiven in Österreich und Europa'.

Anfang September wurden zirka 70 Stakeholdern aus den Energie-, Gas- und Biomethansektoren die neuesten Entwicklungen des österreichischen und europäischen erneuerbaren Gasmarktes bei einem gemeinsamen Branchentreffen präsentiert. Durch das Engagement des AGCS Biomethan Register Austria in internationalen Projekten (BIOSURF und REGATRACE) sowie in grenzübergreifenden Kooperationen mit dem Deutschen Biogas Register (Betreiber: dena Deutsche Energie Agentur) und dem Europäischen Erneuerbaren Gas Register ERGaR, wurde die treibende Kraft Österreichs für die Integration von Biomethan im europäischen Gasmarkt sichtbar. Vorträge des Umweltbundesamtes und der OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom zeigten die aktuellen Entwicklungen sowie die Abwicklungspraxis am österreichischen Erneuerbaren-Energie-Sektor. Vertreter des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus stellten die Vision des zu erwartenden Erneuerbaren Ausbaugesetzes vor. E-Control nutzte die Veranstaltung, um die Gaskennzeichnungsverordnung in ihren Grundzügen vorzustellen. Dabei wurde auch die offizielle Kundmachung der Verordnung, welche mit Mitte September zu erwarten ist, angekündigt. Die Potentiale der Biomethantechnologie zur Erreichung der Klimaziele stehen bereit, gehoben zu werden. Das Interesse einer stärkeren Integration von Biomethan in den österreichischen Gasmarkt ist hoch. AGCS Gas Clearing & Settlement AG bringt ihr Knowhow für zentrale Clearing- und Registersyteme ein und schafft damit die notwendigen organisatorischen, technischen und nachweisspezifischen Rahmenbedingungen für eine neutrale und sichere Registerführung.

zur Presseaussendung

 

Workshop Biomethan Register Austria: Status Quo und zukünftige Entwicklungen (04.09.2019)

AGCS Gas Clearing and Settlement AG lädt alle Marktteilnehmer des Biomethan Register Austria, herzlich zu der Veranstaltung Biomethan Register Austria: Status Quo und zukünftige Entwicklungen am 04.09.2019 (Vormittag) in das Palais Liechtenstein ein.

Die Veranstaltung dient dem Austausch von Praxiserfahrungen und dem Kennenlernen aller Marktteilnehmer.

Workshop Erneuerbarer Gasmarkt: Status und Perspektiven in Österreich und Europa (04.09.2019)

AGCS Gas Clearing and Settlement AG lädt Sie herzlich zum Workshop Erneuerbarer Gasmarkt: Status und Perspektiven in Österreich und Europa am 04.09.2019 (Nachmittag) in das Palais Liechtenstein ein. 

Bei der halbtägigen Veranstaltung werden wir mit Ihnen neueste Entwicklungen des österreichischen und europäischen Gasmarktes diskutieren und anstehende Veränderungen in Österreich mit den involvierten Stakeholdern beleuchten.

Go Live Kooperation dena

Die Registerführer aus Deutschland, die deutsche Energieagentur (dena) und Österreich, die AGCS Gas Clearing and Settlement AG haben die Kooperation zum Austausch von Biomethannachweisen zwischen beiden Ländern operativ gestartet. Seit 25.07.2017 sind alle technischen, rechtlichen und organisatorischen Dokumente und Prozesse vollumfänglich umgesetzt, so dass Marktteilnehmer deren Biomehannachweise zwischen beiden Ländern grenzüberschreitend transferieren können. Damit ist ein gesicherter Eigentumsübergang auf Basis von standardisierten Prozessen erstmalig in Europa für Biomethannachweise operativ umgesetzt.

Kooperationsabschluss Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt (UBA) und die AGCS haben am 20.06.2017 eine Kooperationsvereinbarung für den Austausch von Informationen bezüglich der Einspeisung und Verwertung von Biomethan im Sinne der Krafstoffverordnung geschlossen. Damit kann eine Doppelzählung durch die von beiden Partnern betriebenen Systeme, das Nachhaltigkeitsnachweisregister (elNa) des UBA und das Biomethan Register Austria der AGCS ausgeschlossen werden.

Neue Allgemeine Bedingungen

Das AGCS Biomethanregister verfügt seit 01.06.2017 über neue Allgemeine Bedingungen. Die Anpassungen vor dem Hintergrund der bestehenden Kooperation mit dem deutschen Biogasregister durchgeführt und ermöglichen zukünftigen Vereinbarungen mit weiteren Registerstellen.

Des Weiteren wurden die Nachweiseattribute erweitert, womit folglich mehrere Eigenschaften auf den Nachweisen vermerkt werden können. Die genauen Attribute entnehmen Sie dem neuen Kriterienkatalog.

LINK

Nachweiskalender 2017 online

Die neue Version des Nachweiskalenders für das Clearingjahr 2017 wurde fertiggestellt und kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Download Nachweiskalender 2017.

Bei etwaigen Fragen steht Ihnen unser Kundenservice unter info@biomethanregister.at gerne zur Verfügung.

Bilanzgruppenkoordinator AGCS betreibt ab 01.08.2012 das österreichische Biomethanregister

Das webbasierte Nachweisregister für Biomethan generiert für in das Erdgasnetz eingespeiste Biomethanmengen Nachweise je Biomethanproduktionsanlage.

Mit der Änderung des Ökostromgesetzes 2011 ist der Bilanzgruppenkoordinator AGCS (Austrian Gas Clearing und Settlement AG; www.agcs.at) dafür verantwortlich, auf monatlicher Basis Bestätigungen mit einer eindeutigen Identifizierungskennung über ins Erdgasnetz eingespeiste Biomethanmengen auszustellen. Dieses kann an beliebiger Stelle in das Netz eingespeist werden und kann insbesondere zur Ökostromerzeugung an beliebiger Stelle des Verteilernetzes wieder entnommen werden. Damit ist es nicht mehr notwendig das Biomethan vor Ort zu verwerten.


Diese Biomethanmengen sind wie auch alle anderen Einspeisungen Bestandteil des Bilanzgruppenmodells. Daher werden von der AGCS (als Bilanzgruppenkoordinator) im Clearingsystem eigene Konten für alle registrierten Biomethananlagen geführt. Das Clearingsystem schafft somit die Datenbasis für das Biomethan Register Austria. Dieses dient sowohl als Grundlage für die Abwicklung der Förderungen von verstromten Biomethan durch die Ökostromabwicklungsstelle wie auch als Basis für zusätzliche Möglichkeiten der Vermarktung dieses Produktes. In diesem Sinne bietet die Plattform den Teilnehmern auch die Möglichkeit eines nachvollziehbaren und gesicherten Eigentumsübergang von Biomethan in Österreich.

Rückfragehinweis: Biomethan Register Austria

Website: www.biomethanregister.at
E-Mail: info@biomethanregister.at